Festliche Kulturgala 2025

     Das Evangelische Zentrum in Bayreuth wurde zum Schauplatz der festlichen Kulturgala der Stiftung Verbundenheit, die jede zwei Jahre während der Veranstaltungsreihe der „Tage der Verbundenheit“ stattfindet.

Die Festliche Kulturgala wurde mit einem Grußwort des Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk, eröffnet. In seiner Ansprache dankte er der Bayerischen Staatsregierung für ihr großes Engagement und die verlässliche Unterstützung der „Tage der Verbundenheit“, bei denen Vertreter deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften in den Austausch kommen und sich zu verschiedenen inhaltlichen Themen vernetzen können.

von links: Hartmut Koschyk, Preisträgerin Urška Kop und Bernd Fabritius
Hartmut Koschyk. Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit
Dr.dr Bernd Fabritius, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Dr. Petra Loibl, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene

Als Ehrengäste der Kulturgala konnte die Stiftung Verbundenheit Dr. Dr. h.c. Bernd Fabritius, den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Frau Dr. Petra Loibl, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Herrn Bernard Gaida als Vizepräsidenten der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) sowie den Regierungspräsidenten von Oberfranken, Florian Luderschmid, begrüßen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Dr. h.c. Bernd Fabritius, würdigte in seinem Grußwort die Stiftung Verbundenheit als verlässliche Mittlerorganisation, die im Auftrag des Bundesministeriums des Innern tätig ist. Er unterstrich die Relevanz der kulturellen Identität und sprachlichen Kontinuität deutscher Minderheiten. Insbesondere hob er die bedeutende Rolle der deutschen Minderheiten als Brückenbauer zwischen Deutschland und ihren Heimatländern hervor – nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich. Mit eindringlichen Worten hob er die Bedeutung der Deutschen Minderheit in der Ukraine hervor, die trotz des russischen Angriffskrieges weiterhin im Land verbleibt, zahlreiche Projekte in den Bereichen ethnokulturelle Arbeit, Jugendarbeit und Sprachförderung engagiert fortführt und im derzeitigen Koalitionsvertrag ausdrücklich erwähnt wird.

Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Dr. Petra Loibl, betonte in ihrem Grußwort die globale Dimension der Arbeit der Stiftung Verbundenheit sowie das verlässliche und langfristige Engagement der Bayerischen Staatsregierung an ihrer Seite. Die Stiftung, so Loibl, sei ein unverzichtbarer kultureller wie auch wirtschaftlicher Brückenbauer zwischen den deutschen Minderheiten weltweit und Deutschland. Besonders würdigte sie die zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen der Stiftung, die sich dem Thema der Heimatvertriebenen und Heimatverbliebenen widmen.

Ein besonders eindrucksvoller Moment des Abends war die Gesprächsrunde mit Ehrengästen aus Deutschland, Argentinien und den USA, die dem Publikum anschaulich die vielfältige Arbeit deutscher Gemeinschaften weltweit näherbrachte.

Den glanzvollen Höhepunkt der Veranstaltungsreihe „Tage der Verbundenheit“ bildete die feierliche Preisverleihung. An diesem Abend wurden die diesjährigen Kulturpreise an herausragende Vertreterinnen und Vertreter deutscher Minderheiten und Gemeinschaften aus Slowenien, den USA, der Ukraine, Argentinien und der Slowakei vergeben.

Unter anderem zeichnete Dr. Bernd Fabritius die deutschsprachige Minderheit in Slowenien für ihr vorbildlich organisiertes Jugend-Sommerlageraus, das maßgeblich zur Identitätsbildung der jungen Generation beiträgt. Den Preis nahm Frau Kop, Vorsitzende des Dachverbands der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien, mit großer Dankbarkeit entgegen und würdigte dabei besonders die Unterstützung, die ihrer Volksgruppe zuteil wird. Obwohl diese Minderheit bislang nicht offiziell in Slowenien anerkannt ist, setzt sich die Stiftung Verbundenheit entschlossen für deren Sichtbarkeit und Anerkennung ein.

Im Anschluss hielt Bernard Gaida, Sprecher der AGDM, eine bewegende Laudatio auf Lene Dej – eine ukrainische Journalistin, Filmemacherin, Chronistin und engagierte Botschafterin der deutschen Kultur, die sich seit vielen Jahren, besonders auch in der Kriegszeit, für die Dokumentation und Förderung der Deutschen Minderheit in Transkarpatien einsetzt. Als Korrespondentin der Abteilung für nationale Minderheiten des ukrainischen Fernsehens im Studio Uschgorod spielt sie eine zentrale Rolle in der Berichterstattung über die Situation der deutschen Minderheit in der Westukraine. Lene Dej unterstützt die Stiftung Verbundenheit vor Ort durch ihre Kontakte und Expertise und ihre Arbeit trägt maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein für die Belange der Deutschen Minderheit in der Ukraine zu schärfen.

Den musikalischen Rahmen der Gala gestaltete das Orchester des BKDR unter der Leitung von Ewald Oster, begleitet von der renommierten russlanddeutschen Künstlerin Helena Goldt.

Die Kulturgala 2025 in Bayreuth verdeutlichte die kulturelle Vielfalt, das Engagement und die grenzüberschreitende Vernetzung deutscher Minderheiten und Gemeinschaften. Sie zeigte eindrucksvoll, wie tief die Stiftung Verbundenheit in ihrem Wirken verankert ist – nicht nur als Förderer kultureller Vielfalt, sondern auch als politischer Fürsprecher für die Anerkennung und Sichtbarkeit deutscher Minderheiten und Gemeinschaften weltweit.

Text und Foto dankend von Stiftung Verbundenheit

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