Auch die Statistik lügt, beweise dafür

       Im Jahr 1910 lebten zum Zeitpunkt der Volkszählung auf dem heutigen gebiet Slowenien *1.128.960 Einwohner, davon waren *106.255 oder 9,4 % deutschsprachig (Tabelle 1-erste Spalte). Bei einem natürlichen Zuwachs wäre im Jahr 2002 bei einer Einwohnerzahl von 1.964.619 (Tabelle 1-letzte Spalte) 9,4 % Anteil deutscher Statistisch *184.619 Deutschsprachige. Wenn nicht der Krieg wäre und noch wichtiger, der Nachkriegs Exodus der deutschen Bevölkerung in Slowenien.

Nicht anerkante minderheiten in Slowenien

     Nach dem Zweitem Weltkrieg wurde in Slowenien halbe Million, nicht nur Deutsche, auf der Flucht und mehr als 100.000 unschuldige (cca 16.000 Deutsche) wurden ohne Prozess umgebracht.

     Statistisch wurden im Jahr 1931 /Tabelle 1-dritte Spalte/in gesamt Slowenien nur noch 28.998 deutschsprachige. Die Zahl ist deshalb so niedrig, weil im Königreich Jugoslawien nur diejenigen als Deutsche gezählt wurden, die eine deutsche Mutter oder beide Elternteile (arische Ethnie) hatten.  Dabei soll erwähnt werden, “dass die Volkszählungen 1921 und 1931 im Königreich Jugoslawien keine richtigen Schätzungen für nationale Zugehörigkeit bitten“ (Seite 116 Besondere Publikation Statistisches Amt Republik Slowenien, No.2, Ljubljana 2003) 

    Nach dem Krieg im Jahr 1945 wurden im Kommunistischen Konzentration Lager in Sterntal (heute Kidričevo) 12.000-bis 20.000 hauptsächlich Deutsche inhaftiert. Auch im Lager Gutenhag/Hrastovec bei Maribor wurden 2.400 Häftlinge inhaftiert, hauptsächlich Deutsche und im Lager St. Veit/Šentvid bei Ljubljana wurden 35.000 inhaftiert, nicht nur, aber auch Deutsche im Kraingebiet/heute Gorenjska.  Die nicht ermordet wurden, sind nach der Freilassung (ende 1945) in Slowenien geblieben, weil die Flüchtlingslager in Österreich überfüllt waren, und Flüchtlinge, die Schwarz über die Grenze kamen, wurden wieder zurück nach Jugoslawien geschickt. So blieb ein Teil deutschsprachige gegen seinen Willen in Kommunismus. Statistisch (Tabelle 2) werden aber für Jahr 1948 nur noch 582 Österreicher und 1824 Deutsche erfasst.  Die realistische Zahl war aber mindestens 10 x so hoch (cca 25.000).

    Dabei sind über 20.000 Deutsche nach dem Krieg nach Österreich geflüchtet, cca 16.000 Deutsche wurden nach Ende des Krieges ermordet. Also waren vor dem Zweiten Weltkrieg in Slowenien cca 60.000 Deutsche, (das Zweifache von 28.998), auch als gemischte slowenisch-deutsche Familien. Für Jahr 1941 waren nach Nationalsozialistischer Zählung (Karner, Seite 42) in gebiet Slowenien 59.000 deutschsprachige. (Tabelle 1 -unten)           

   Deutsche haten nach dem Zweitem Weltkrieg in Slowenien keine rechte, auch nicht Staatsbürgerschaft und damit auch kein Wallrecht (bis 1948). In Medien war tägliche Hetze gegen „švaben“ (Schimpfwort für Deutsche) aber die Deutschen wurden als Fachkräfte dringend gebraucht, wie in Marburger Flugzeugwerk vom Hitler gebaut, oder Wasserkraftwerk Mariborski otok weil alle Zeichnungen in deutsche Sprache waren. Marburger Oper Orchester könnte ohne Deutsche Musiker keine Oper spielen. Die Deutschen durften nicht öffentlich deutsch sprechen, weil viele UDBA Spione eingeschleust wurden, so war die beste Variante sich blöd zu machen und still sein.

      Bei Volkszählungen wurden Leute instruiert, was nicht erlaubt und möglich war, also waren die Volkszählung Ergebnisse nicht realistisch. Daten wurden auch nachträglich frisiert. Beispiel (Beilage-2-Jahr 1991) Die gleichen Daten von der Volkszählung im Jahr 1991 wurden bei Wiederverwendung im Jahr 2002 für das Jahr 1991 halbiert? (Beilage 2 -Spalte Jahr 1991).

     Es ist auch unverständlich, das Daten / Beilage 2/ nach Muttersprache Deutsch im Jahr 2002 auf einmal 48 % mehr Deutsche als 1991 umfasst, und 3 x so hoch wie nach der Nationalität (Beilage 2-oben). Dabei war bei Volkszählungen keine Möglichkeit sich als „altösterreicher, deutsche Oberkrainer, Gottscheer oder auch deutsch Steierer“ zu entscheiden. Aber man konnte sich als regional Nationalität (im Jahr 1991= 5187) entscheiden, was die vier Begriffe auch bedeuten. 

Noch schlimmer ist es, wenn das Statistische Amt selbst auf den Seiten 40-41, gleiches Bulletin 2 schreibt:, Zitat: „Die Abweichung von den richtigen und vollständigen Antworten zeigt sich in der Volkszählung 1971. Die Frage nach der Staatsangehörigkeit war von der Beantwortungspflicht ausgenommen, obwohl das Volkszählungsgesetz von 1971 dies nicht vorsah????   Bei den Volkszählungen von 1991 und 2002 war neben der Nationalität auch die Frage nach der Religion nicht obligatorisch. Bei der Volkszählung 1991 wurde auch die Frage nach der Umgangsprache bewusst von der Beantwortungspflicht ausgenommen, weil man auf dieser Grundlage Rückschlüsse auf die Nationalität der Bevölkerung ziehen könnte“  All das sind offizielle Fakten, die die Politik so gerne verschweigt und unterdrückt.

   Und wenn Boris Kidrič im Jahr 1945 sagte, dass die Frage wegen deutscher Minderheit endgültig erledigt ist, weil es keine Deutsche in Slowenien mehr geben wird. Schrieb die noch immer linksorientierte Tageszeitung. DELO (Arbeit) im Jahr 1992Wohin verschwanden die   200.000 Deutsche?“  und Marjan Žnidarič, Direktor des Museums der Volksbefreiungs-kampfes in Marburg stellte in Tageszeitung Večer (Abend) im Jahr 1997 Frage: “Wie viele Deutsche wird es in Slowenien bei der nächsten Volkszählung im Jahr 2001 geben?

   Bei einer statistischer Zahl im Jahr 1991 „als nur noch“ 126 Österreicher und 289 Deutsche in Slowenien lebten?? Kommunistische Paranoia nach dem Zerfall von Kommunismus.  

   Der Grund für Panik war Restitution. Eigentum, der nach dem Kriegsende nationalisiert und verstaatlicht wurde, könnte man wieder zurückbekommen. Es wurden 39.711 Anträge gemacht, die Hälfte waren Slowenen, ein viertel die Deutschen, die nach dem Krieg vertrieben wurden. Und ein Viertel (cca 9900) sind Deutsche und gemischte Familien, die in Slowenien geblieben sind, die ihr Eigentum wieder zurückbekommen haben.

      Nach meiner Schätzung ist also offizielle Ziefer im Jahr 2002 „1628 Muttersprache Deutsch“ wieder mit dem Faktor 3 zu multiplizieren, also realistisch 4884 Deutschsprachige – meistens neue Besitzer von altem Eigentum. Die stille Mehrheit wird sich aktivieren nur bei der Anerkennung deutsche Minderheit in Slowenien, weil erst  dann Schulwesen, eigene Medien und Deutsche Kultur finanziert wird und deutsche Minderheit in Slowenien kein Tabu Thema mehr darstellen wird.

Die meisten deutschsprachigen in Slowenien wollen sich nach allem was die erlebt haben öffentlich nicht äußern, aber es wäre interessant zu wiesen wie viele deutsche Zeitschriften und deutsche Bücher in Slowenien verkauft werden.

52.631 Gastarbeiter im Jahr 1991 (seite 124 Statistisches Amt RS für Jahr 1991)

In Slowenien sollten 24.630 Staatsürger (nach Herrn Kolnik) auch  deutsche Staatsbürgerschaft haben. Die meisten sind Gastarbeiter, die ökonomische Migranten sind und die meisten davon  in Deutschland geblieben sind, weil ihre Kinder dort geheiratet haben. Einige haben auch mit Arbeitspapieren von Dritten Reich deutsche Staatsbürgerschaft bekommen. Die dritte Gruppe sind Deutsche Gastarbeiter in Slowenien, die meisten als Firmenbesitzer oder Firmenleiter Tätig sind und mit ihrer Familie meistens in Laibach/ Ljubljana leben. Dort gehen deren Kinder in eine separate, internationale/Diplomaten Schule. Alle diese drei Gruppen haben mit deutscher Minderheit keinen Zusammenhang und Kontakte sind nur zufällig. 

Roma Minderheit in Slowenien

Nach statistischen Daten gab es im Jahr 2002 in Slowenien 3246 Roma als Nationalität, und 3834 Roma nach Muttersprache. Auf Seite 119 Sonderpublikation des Statistischen Amtes, Nr. 2, Ljubljana 2003 steht geschrieben: „Statistische Zahlen über Roma sind nicht realistisch, wenn wir die Amtliche Anmeldungen von Roma ansehen, leben 6.000 bis 7.000 Roma in Slowenien.“

Anlässlich des Internationalen Roma-Tages, wurde im nationalen RTVSLO in TV Odmevi, (Abendnachrichten) am 8. April 2022, gesagt: „Nach inoffiziellen Angaben leben über 10.000 Roma in Slowenien.“

 Resümee: Also ist in Slowenien realistisch ein Faktor 3 x auf die offizielle Statistische Daten (auch für deutschsprachige).

Jan Schaller

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