Die Nachmittage waren vielfältigen Aktivitäten gewidmet, die für unvergessliche Erlebnisse sorgten. Am ersten Tag unternahmen die Teilnehmer eine Wanderung zum Ort Kleinriegel, wo sie das reiche kulturelle Erbe der Gottscheer kennenlernten und unterwegs bei Wanderung auch Zeit für miteinander kennenlernen haten. Es folgte ein entspannter und unterhaltsamer Teil des Tages. Die Kinder organisierten ein „Mensch ärgere dich nicht“-Turnier. Der Wettbewerb fand in einer freundschaftlichen Atmosphäre statt. Zum Abschluss bereitete die Familie Vidrih ein abendliches Beisammensein vor. Im heimischen Ofen haben die Teilnehmer des Sommercamps leckere Pizzen gebacken.
Am Dienstagnachmittag fand ein Malkurs statt, denn Brane Praznik führte, bei dem die Kinder ihre Kreativität durch Kunstwerke zum Ausdruck brachten, die von Motiven aus Deutschland inspiriert waren.
Der Mittwochnachmittag war einem Ausflug nach Laibach/Ljubljana gewidmet, wo sie die Residenz der Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Slowenien besuchten. Dort wurden sie von Herrn Louis Mourier, dem Kulturattaché und Leiter der Abteilung für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ljubljana, empfangen. Der Empfang war für die Kinder ein besonderes Erlebnis, da sie die Arbeit der Botschaft und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern näher kennenlernen konnten. Nach dem Besuch nutzten sie den heißen Sommertag noch für eine Erfrischung im Gottscheer-See.
Am Donnerstag folgten nach dem Deutschkurs ein Tanz- und ein Kochkurs. Die Kinder lernten einige Tanzschritte und bereiteten anschließend gemeinsam leckere Gerichte zu, wobei sie ihre Teamfähigkeit weiterentwickelten und auch kulinarische Besonderheiten kennenlernten. Die Tanzschritte wurden ihnen von Branka Moškon vorgestellt, während die Mitglieder des Frauenvereins DPŽ Dolenjske Toplice einen Kurs zum Flechten von Backzöpfen und zum Herstellen von „Brezel“ durchführten.
Nach Abschluss dieses Kurses erzählten Herr Johannes Hans Jaklitsch und Justina Rabzelj den Kindern Geschichten aus ihrer Kindheit und aus dem Leben der Gottscheern. Die Kinder hatten auch die Gelegenheit, den Gottscheer -Dialekt zu hören, die Sprache der deutschen Bewohner dieser Region.
Am letzten Tag des Ferienlagers, einem Freitag, wurde für die Eltern ein Abschlussprogramm organisiert, bei dem die Kinder einen Teil des Wissens vorstellten, das sie im Laufe der Woche erworben hatten. Mit Gesang, Spielen und kurzen Darbietungen zeigten sie, wie viel sie in nur wenigen Tagen gelernt hatten. Für eine angenehme Abkühlung zum Abschluss der Woche sorgten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Podturn, die die Kinder mit einem Feuerwehrauto besuchten und ihnen eine richtige Wassererfrischung bereiteten, die bei dem heißen Sommerwetter für viel Gelächter und Freude sorgte. Vielen Dank an sie!
Als Belohnung für die erfolgreich abgeschlossene Woche folgte am Samstag noch ein ganztägiger Ausflug nach Gardaland, wo die Kinder zahlreiche Attraktionen genossen und gemeinsam eine Woche voller neuer Kenntnisse, Freundschaften und unvergesslicher Erlebnisse ausklingen ließen.
Das deutsche Sommercamp hat erneut gezeigt, dass das Erlernen einer Fremdsprache interessant, entspannt und unterhaltsam sein kann und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Sprache und des kulturellen Erbes der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien leistet.
Die Organisatoren bedanken sich herzlich bei der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ und dem Kulturministerium der Republik Slowenien für die finanzielle Unterstützung bei der Durchführung des Sommercamps, sowie bei der Kärntner Landesregierung für die Mitfinanzierung.
Ein besonderer Dank gilt auch der Freiwilligen Feuerwehr Podturn für ihre Mitarbeit sowie allen Betreuern, Freiwilligen und Eltern, die zur erfolgreichen Durchführung eines weiteren unvergesslichen Sommerlagers beigetragen haben.
Text und Fotos: Primož Primec