Besuch aus Berlin

      Nicht einmal ein Monat ist seit dem Besuch der Delegation des Europarats – des Beratenden Ausschusses für das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten vergangen – die Anfang März ihren sechsten Monitoring-Besuch in Slowenien zur Umsetzung des Übereinkommens und seiner bisherigen Empfehlungen durchführte, haten wir bereits einen zweiten hochrangigen Besuch in den Räumlichkeiten des Gottscheer Altsiedler Vereins in Krapflern. Diesmal kam die Delegation des Deutschen Bundestages der Vertriebenen, Aussiedler und für deutsche Minderheiten.

Gruppenfoto vom Treffen
Während des Auftritts der Kinder Folklore und Gesanggruppe des Gottscheer Altsiedler Vereins
Während des Gesprächs mit den Gästen

Die Delegation unter der Leitung von Klaus Peter Willsch, MdB, gehörten  außerdem den Parlamentarischen Staatssekretär Christoph de Vries, MdB, Stephan Mayer, MdB und Sven Oole sowie den Vorsitzenden der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk an, und von der Deutschen Botschaft in Slowenien Julia Kohlheim und Eva Geršak.

Wie üblich begrüßten die Gottscheer Altsiedler in Krapflern die Gäste in ihren Trachten und boten ihnen zur Begrüßung ein typischer Gottscheer-Kuchen, Pobolica, an. Die Veranstaltung wurde von einer Kinderfolklore- und Tanzgruppe mit zwei deutschsprachigen Liedern eröffnet. Anschließend begrüßte der Ehrenpräsident Hans Jaklitsch alle Gäste im Gottscheer Sprache.
Bei diesem Treffen schilderten die Gastgeber – Urška Kop, Obfrau des Verbandes der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien, Primož Primec, Obmann des Gottscheer Altsiedler Vereins, und Jan Schaller, Obmann des Verbandes der Gottscheer und Steirer in Slowenien – den Gästen die unhaltbare Situation der deutschsprachigen Minderheit.

Diese wird in Slowenien nach wie vor nicht als Minderheit anerkannt, und die offizielle Politik bezeichnet ihre Mitglieder als „ethnische Gruppe“, was für die Angehörigen der Minderheit beleidigend ist. Die deutschsprachige Minderheit ist in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und sogar Serbien offiziell anerkannt. Die Gäste waren sehr verwundert darüber, was mit der slowenischen Politik nicht stimmte, dass sie so einseitig ist.

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