Im Jahr 2021 hat das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten das Projekt des Gottscheer Altsiedler Vereines die Erstellung von Infotafeln über die Gottscheer Dörfer unterstützt. Das Ministerium bewertete Antrag positiv und stellte 7.500 EUR für das Projekt zur Verfügung. Heute, am 25. März 2025, haben wir die Infotafeln mit einer kleinen Veranstaltung enthüllt und übergeben.
In Gottschee, das sich über 800 km2 erstreckt, gibt es seit seiner Besiedlung um das Jahr 1330 sogar 176 Dörfer und 123 Kirchen. Mehr als die Hälfte der Dörfer und Kirchen wurden zerstört, und viele von ihnen sind heute bereits von Wald überdeckt.
Unser Projekt zielte daher darauf ab, diese verlorenen Dörfer wiederzubeleben und den Besuchern zu zeigen, wie glorreich das Leben in Gottschee vor dem Zweiten Weltkrieg war. In dieser ersten Phase haben wir in den Dörfern Kočevske Poljane /Pöllandl, Občice /Krapflern, Stare Žage /Altsag, Podstenice /Steinwand und Mali Rigelj /Kleinriegel Informationstafeln aufgestellt. Alle Tafeln tragen dreisprachige Beschriftungen in Slowenisch, Deutsch und in Gottscheerischen Sprache, die manchmal recht unterschiedlich sind.
„Das Projekt ist für unseren Verein und die deutschsprachige Volksgruppe von großer Bedeutung. Mit diesem Projekt lernen wir auch unsere Wurzeln kennen und bewahren sie für die Zukunft, was für die Identität der deutschsprachigen Gotischeren äußerst wichtig ist. Diese Informationstafeln richten sich auch an die heute hier lebende slowenische Mehrheitsbevölkerung. Für die deutschsprachige Volksgruppe ist es sehr wichtig, mit der Mehrheitsbevölkerung gut miteinander zu leben. Daher ist es sehr wichtig, die Informationen und Fakten über die historische Präsenz der Gottscheer in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, um die Menschen zu einem besseren Zusammenleben und Verständnis zu verschaffen. Die Hauptzielgruppe dieses Projektes sind Besucher – Reisende, die Nachkommen der deutschen Gottscheern, aus dem Ausland und auch aus Slowenien, die nicht mehr in diesen Dörfern leben, für allgemeine Touristen und wie bereits schon erwähnt für heutige Einheimische.
Wir hatten jedoch einige Schwierigkeiten bei der Durchführung des Projektes, insbesondere bei der Erstellung von hochwertigen Texten, die das frühere Leben in dem überwiegend deutschsprachigen Gebiet vorstellen sollte. Ein weiteres Problem ist das Fotomaterial, das leider sehr spärlich ist. Es gibt leider nur noch wenige echte Nachfahren der deutschen Gottscheern , die noch heute in diesen Dörfern leben, und daher fehlt es an Informationen. Die Beschreibungen sollen daher den Reichtum des Lebens in den ehemaligen deutschsprachigen Gottscheer Dörfern zeigen. Wir wollen auch auf die Tatsache aufmerksam machen, dass die Gottscheer hier bis 1941 als Mehrheitsbevölkerung lebten, auf ihr Zusammenleben mit anderen Einwohnern, auf ihre heutige Präsenz in Gottschee Gebiet. Die Infotafeln haben somit auch das touristische Angebot der einzelnen Orte und auch gesamten Gemeinde Dolenjske Toplice bereichert. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir für bestimmte Dörfer Haus- und Familiennamen finden konnten. Jede Tafel hat auch einen QR-Code, die auf die Website verweist, wo noch mehr Informationen zu finden sind. Für jedes Dorf haben wir auch eine Beschreibung in drei Sprachen – Slowenisch, Deutsch und Englisch – erstellt, sagte Primož Primec, Obmann des Gottscheer Altsiedler Vereines bei der Präsentation.
Die neue Infotafel in Krapflern, auf Gottscheerisch Krapflarn, wurde bei der Veranstaltung vom österreichischen Botschafter Dr. Konrad Bühler und dem Vizebürgermeister der Gemeinde Dolenjske Toplice, Jure Filipović, enthüllt. Die Veranstaltung wurde durch die Gesangsgruppe des Gottscheer Altsiedler Vereines unter der Leitung von Ani Jankovič Šober und die Gesangs- und Volkstanzgruppe der Kinder unter der Leitung von Ani Jankovič Šober und Branka Moškon bereichert. Die Erwachsenen Gesangsgruppe sang am Ende der Veranstaltung noch die Gottscheer Hymne.
Text: Primož Primec,
Foto: Alenka Peterlin
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